Aktiver Umweltschutz in unserer Gemeinde: Der Grüne Hahn

      Die Welt und alles, was in ihr lebt,
      betrachten wir als Gottes Schöpfung,
      die wir bebauen und bewahren sollen.


„Zum Christ-Sein gehört die Verantwortung für den Erhalt der Schöpfung“.

Das ehrenamtliche Umweltteam der Kirchengemeinde sorgt dafür, dass es nicht bei Sonntagsreden bleibt, sondern der Umweltschutz in Alzey zum Alltag des Gemeindelebens gehört. Darum hat die Kirchengemeinde ein Umweltmanagement-System eingeführt, das die Bemühungen für den Umweltschutz bündelt und die Ergebnisse überprüfbar macht.

Das Konzept ist auf Dauer angelegt und sorgt dafür, dass Worten konkrete Taten folgen.

 

Zum Umwelt-Team gehören:
Susanne Arnold, Eli Hartmann, Christine Heeb,
Jessica Herbstritt, Steffen Hinkelmann, Gabriele Reumschüssel.

 Christenleben bedeutet stetige Umkehr und Erneuerung

Im Gottesdienst am Buß- und Bettag 2011 wurde in Alzey der „Grünen Hahn“ vorgestellt. So heißt das Umweltmanagement-System der Kirchen.

Der Hahn – auf vielen Kirchtürmen zuhause – steht dabei als Symbol für die Kirche und für den mahnenden Ruf zur Umkehr (Buße): „Es ist nicht zu spät!“ -  „Worten müssen Taten folgen!“

Schon vor der Katastrophe von Fukushima hat die Kirchengemeinde Verhandlungen über einen Ausstieg aus kernkraftproduzierten Strom verhandelt. Doch auch im Alltagsleben der Gemeinde galt es Möglichkeiten zu finden und aufzuzeigen, um Umweltbelastungen zu reduzieren.

Kirchengemeinden tragen Verantwortung.

Kirchengemeinden verbrauchen Strom, Heizenergie und Wasser, produzieren Abfall und CO2, benötigen Reinigungsmittel, Benzin und Papier. Kirchengemeinden sind Institutionen, in denen Menschen leben und Haupt- und Ehrenamtliche sich engagieren. Die Kirchengemeinde Alzey hat sich zum Ziel gesteckt, ihr Umweltverhalten nachhaltig zu verbessern und möchte als Vorbild und Multiplikator fungieren.


Was ist der „Grüne Hahn“?

Das Umweltprogramm „Grüner Hahn“ unterstützt Kirchengemeinden, ihre Umweltverträglichkeit zu überprüfen. Es wurde auf Grundlage der Europäischen Umweltaudit-Verordnung (EMAS) entwickelt.
Deutschlandweit tragen schon viele hundert katholische und evangelische Gemeinden im Zeichen des „Grünen Hahns“ zu einer stetigen und nachprüfbaren Verbesserung im Klima- und Umweltschutz bei.
Alzey ist die dritte Kirchengemeinde der Evangelischen Kirche in Hessen und Nassau (EKHN), die den „Grünen Hahn“ einführt. Begleitet und beraten wird die Gemeinde durch den Umweltauditoren Jörg Wilhelm aus Wiesbaden. der von der EKHN eigens für diese Aufgabe geschult wurde. Nachdem der Prozess des Umweltmanagements inzwischen erfolgreich auf den Weg gebracht ist, bekommt die Kirchengemeinde in Kürze das Zertifikat „Grüner Hahn“ verliehen.


Wie funktioniert der „Grüne Hahn“?

Ziel des Projektes ist es, die Umweltbelastungen durch Gemeindeeinrichtungen so weit wie möglich zu verringern und den CO2-Ausstoß zu senken. Im Rahmen eines Gesamtkonzepts mit eindeutigen Zuständigkeiten und einem klaren Maßnahmenprogramm sollen z.B. Schadstoffe vermieden, Ressourcen geschont und der Wasser- und Energieverbrauch reduziert werden.

 zunächst wurden vom Umweltteam in Absprache mit dem Kirchenvorstand Umweltleitlinien der Gemeinde festgelegt
 regelmäßig werden Energieverbräuche notiert und die Gegebenheiten der Gemeinde vor Ort analysiert (Bestandsaufnahme)
 dann entwickelte das Umweltteam – basierend auf der Bestandsaufnahme und orientiert an den Umweltleitlinien – ein konkretes Umweltprogramm für den Zeitraum April 2014 bis März 2018.
Die darin festgelegten Umweltschutzmaßnahmen wurden vom Kirchenvorstand geprüft und ihre Umsetzung in den nächsten drei Jahren beschlossen. Jede Maßnahme hat einen Zeitplan für die Umsetzung und Verantwortliche, die die Durchführung überwachen.
 Jedes Jahr überprüft die Gemeinde in einem internen Audit, ob das eingerichtete Umweltmanagementsystem funktioniert und sich an den Energieverbräuchen und weiteren Kennzahlen die Steigerung der Umweltverträglichkeit erkennen lässt.
Alle drei Jahre ist außerdem eine externe Überprüfung nach den Richtlinien des „Grünen Hahns“ vorgesehen.
Und alle vier Jahre nimmt sich die Gemeinde neue Ziele und weitere Verbesserungen in Sachen Umweltschutz vor.

Anfang Juni 2014 haben wir unseren aktuellen Umweltbericht 2014 zur Zertifizierung dem Umweltrevisor Willi Becker aus Frankfurt vorgelegt.

Am 10. Juli becheinigte er uns im Rahmen einer Umweltbetriebsprüfung, dass die Kirchengemeinde Alzey ein funktionierendes Umweltmanagementsystem aufgebaut hat, das den Anforderungen des "Grünen Hahns" in vollem Umfang gerecht wird.

Jetzt werden wir die festgelegten Maßnahmen des Umweltprogramms Schritt für Schritt umsetzen.

Jede und jede kann mitmachen, eigene Ideen und Fähigkeiten beisteuern und bei der Entwicklung und der Umsetzung des Umweltprogramms auch für den Umweltschutz zuhause das eine oder andere lernen und übernehmen.

Ansprechperson:
Umweltbeauftragte Susanne Arnold, Kontakt über Gemeindebüro: Tel. AZ 8208


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